Gemeinschaft

Die Gemeinschaft steht sehr bewusst im Zentrum unseres Modells.

Wie gelingt Gemeinschaft, in der die Individuen wachsen können? Was ist Gemeinschaft im 21. Jahrhundert? Wie können wir im Miteinander optimal die Stärken der Individuen unterstützen und nutzen? Können Trennung und Konflikt, individuelle und kollektive Krisen konstruktiv wahrgenommen und gelöst werden? Gibt es Wege, die Sehnsucht nach Gemeinschaft erfüllt werden, ohne sich zu verlieren?

Wie kann Gemeinschaftsgefühl entstehen, erhalten bleiben und zu einem  Faktor von Wohlstand werden?

Dies sind die wesentlichen Fragen, die zum Aspekt „Gemeinschaft“ gehören. Gemeinschaftsgefühl braucht Pflege, damit es auch schwierige Zeiten überstehen kann.

Gemeinschaft und Individuen

Es braucht eine Gemeinschaft, die Raum lässt für individuelle Entfaltung, die Respekt vor den verschiedenen Wegen der Einzelnen hat, und die ganz bewusst ein achtsames und respektvolles Miteinander und den Vertrauensaufbau pflegt. Persönliches Wachstum und Gemeinschaftspflege sind eng miteinander verbunden.

Es erscheint eine Tautologie, dass gemeinschaftliche Projekte auch Pflege der Gemeinschaft brauchen, aber gerade diese einfachste Weisheit gerät oft in Vergessenheit. Es wird davon ausgegangen, dass Gemeinschaftsbildung von selbst geschieht durch die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Sein. Das ist ein Baustein davon – aber bei weitem nicht der Einzige! Es braucht aktive Pflege der Gemeinschaft, einen aktiven Aufbau eines konstruktiven, achtsamen Gemeinschaftskultur.

Ein wichtiger Faktor von Gemeinschaftsbildung ist es auch Kultur der Kommunikation aufzubauen, in der Menschen von dem sprechen, was sie wirklich bewegt, und in der auch Schwieriges ausgesprochen werden darf. Methoden, die ich dafür nutze, sind “The Circle Way“, sowie das “WIR-Forum“, eine von mir entwickelte Kombination aus den Methoden “WIR-Prozess” und “Forum”.

Dazu gehören Individuen, die bereit sind, sich als ganze Menschen zu zeigen, und sich immer wieder zu reflektieren. Die das Leben als einen Lernweg begreifen und Schwierigkeiten nicht nur als nervige Unterbrechungen des eigenen Weges zum Ziel, sondern auch als Möglichkeiten, einen wichtigen persönlichen Lernschritt zu machen.

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2 Antworten

  1. Eva Stützel sagt:

    JA, Präsenz ist eine wichtige Voraussetzung für wirkliche Begegnung und für gemeinschaftliches Handeln. Und doch würde ich es nicht so absolut formulieren wie Du. Zu Respekt vor den Individuen gehört auch, dass Menschen sich zurückziehen dürfen, und sich dem Genuss, dem Nichtstun oder ihren persönlichen Herausforderungen widmen dürfen, wenn das für sie anliegt. Also auch das Recht auf Passivität. Und natürlich brauchen gemeinschaftliche Projekte, dass Menschen präsent sind und sich einbringen. Aber es können auch immer welche mitgetragen werden, die dies nicht tun – denn es gibt immer verschiedene Phasen im Leben. Wirklich essentiell ist allerdings, dass die Menschen, die gerade keine Kapazität für Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung haben, diese bei den anderen nicht behindern.

  2. Gemeinschaft setzt voraus, dass sich jedes Individuum zur Begegnung und zum Austausch mit anderen zur Verfügung stellt. Mitgliedschaft und Zugehörigkeit sind Elemente einer Vereinbarug zum aktiven Mitgestalten. Präsenz ist notwendig, Passivität ist Entzug und Verweigerung sozialer Kompetenz.

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